Kutná Hora, auf Deutsch Kuttenberg, ist eines der lohnendsten Ausflugsziele entlang des tschechischen Elberadwegs. Die historische Stadt rund 70 Kilometer östlich von Prag wurde 1995 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt – und das aus gutem Grund: Ihr außergewöhnlich gut erhaltenes mittelalterliches Stadtbild verdankt Kutná Hora dem einstigen Silberbergbau, der die Stadt im 14. und 15. Jahrhundert zu einer der reichsten und bedeutendsten Europas machte.
Das Herzstück des Welterbes ist die St.-Barbara-Kathedrale (Chrám svaté Barbory), eines der schönsten gotischen Bauwerke Mitteleuropas. Die der Schutzpatronin der Bergleute geweihte Kirche beeindruckt mit ihren markanten Zeltdächern und filigranem Strebewerk. Ebenfalls zum UNESCO-Welterbe gehört die barock-gotische Klosterkirche Mariä Himmelfahrt im Stadtteil Sedlec. Gleich nebenan erwartet Sie mit dem Sedletz-Ossarium eine der außergewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten Europas: Das Innere dieser Kapelle ist kunstvoll mit den Gebeinen von rund 40.000 Menschen geschmückt.
Lassen Sie sich auch den Welschen Hof nicht entgehen, die ehemalige königliche Münzstätte, in der einst der berühmte „Prager Groschen" geprägt wurde. Im Tschechischen Silbermuseum können Sie zudem in ein mittelalterliches Bergwerk hinabsteigen und den Silberbergbau hautnah erleben.
Kutná Hora liegt etwas abseits des Hauptverlaufs des Elberadwegs, eignet sich aber hervorragend als Abstecher. Wer den kleinen Umweg auf sich nimmt, wird mit einem einzigartigen Kulturerlebnis belohnt. Planen Sie für die Besichtigung mindestens einen halben Tag ein – ein kombiniertes Eintrittsticket für mehrere Sehenswürdigkeiten lohnt sich.
Kutná Hora