Wenn Sie auf dem Elberadweg rollen, kündigt sich der Höhepunkt Ihrer Etappe schon von Weitem an: Die markante steinerne Kuppel der Dresdner Frauenkirche prägt die Silhouette von Elbflorenz auf einzigartige Weise. Für Kultur- und Geschichtsinteressierte ist dieser Prachtbau des Barocks ein absolutes Muss auf Ihrer Reise.
Die Frauenkirche Dresden ist weit mehr als nur ein architektonisches Meisterwerk George Bährs aus dem 18. Jahrhundert. Sie ist ein weltweites Symbol für Versöhnung. Nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg blieb sie jahrzehntelang als Mahnmal im Herzen der Stadt liegen. Der sensationelle Wiederaufbau, der maßgeblich durch Spenden aus aller Welt finanziert und 2005 vollendet wurde, fasziniert bis heute. Achten Sie bei der Besichtigung auf die dunklen, originalen Fassadensteine – sie wurden wie ein riesiges Puzzle in den hellen, neuen Sandstein integriert.
Die Frauenkirche liegt nur wenige Meter vom Elberadweg entfernt und lässt sich perfekt in Ihren Tagesablauf integrieren. Sie erreichen sie am besten über den Schlossplatz und den Fürstenzug, der Sie in Richtung Neumarkt führt. Rund um die Frauenkirche gibt es einige Abstellanlagen für Fahrräder, v.a. am Albertinum und am Verkehrsmuseum. Gepäck kann in der Garderobe im Untergeschoss abgegeben werden.
Der Eintritt zur „Offenen Kirche“ ist frei (Spenden erbeten). Besichtigungen finden zu festen Zeiten statt, die durch Gottesdienste, Trauungen oder Konzerte variieren können. Bei Führungen gibt es viel über die Architektur, Geschichte und Gestaltung der Frauenkirche zu lernen.
Wenn Sie noch fitte Waden haben, lohnt sich der Aufstieg zur Kuppel (kostenpflichtig). Ein Aufzug bringt Sie bequem auf die ersten 24 Höhenmeter. Die restlichen Meter zur 67 Meter hohen Plattform führen über schmale Treppen und eine Wendelrampe hinauf zur Aussichtsplattform. Belohnt werden Sie mit einem traumhaften Panoramablick über das Elbtal und Ihre weitere Radstrecke. Die Kuppel und die Emporen sind leider nicht rollstuhlgerecht. Der barrierefreie Zugang mit Aufzug gilt ausschließlich für den Kirchenraum über Eingang A.