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Alster-Hamburg

Elberadweg von Schöna bis Tangermünde

(5/2016)

Wir sind den Elberadweg im Mai 2016 von Schöna an der tschechischen Grenze bis Tangermünde in zwei Wochen gemütlich entlanggeradelt. Auch das gibt es in Deutschland, wir hatten meist Sonnenschein, nur ein Regentag, und überwiegend Rückenwind. Wir waren sehr begeistert von der Tour und können Sie wirklich nur empfehlen. Auch wenn der Radweg häufig nicht unmittelbar am Fluss entlangführt, so fährt man doch ganz überwiegend durch eine weite und noch sehr ursprünglich wirkende Natur. Im Mai blühen die Rapsfelder, was wunderschön aussieht, ansonsten aber wenig Agrarfläche, eher weite baumbestanden Wiesen. Ich habe noch nie so viele Störche oder Raubvögel gesehen. Auf diesem Streckenabschnitt reiht sich aber auch ein kulturelles Highlight an das Nächste, so dass die Tour eine perfekte Verbindung zwischen Kultur und Natur war. Auch für kulinarische Genüsse war meist gut gesorgt. Insgesamt war der Radweg meist gut ausgebaut und sehr gut beschildert. Zu dieser Jahreszeit herrschte wenig Verkehr und wir fanden überall eine Unterkunft ohne vorher reservieren zu müssen. Nachfolgend einige Tipps zu sehenswerten Orten und zu Unterkünften:

Hier lohnt es sich zu verweilen und zu besichtigen:

  • Elbsandsteingebirge (Traumhafte und bizarre Landschaft, die man sich auch mal erwandern sollte)
  • Dresden (Natürlich ein Muss, neben der historischen Altstadt ist aber auch die äußere Neustadt einen Abstecher wert, ein quirliges alternatives Szeneviertel, welches es so in den meisten Großstädten nicht mehr gibt, eignet sich auch gut zum Übernachten)
  • Meißen (Unbedingt mit Führung durch die Porzellanmanufaktur)
  • Torgau (Wunderschön restaurierte Renaissance-Stadt mit tollem Schloss und großem Anteil an der Reformation)
  • Burggaststätte „Burg Klöden“, kurz vor Lutherstadt Wittenberg (Tolle alte Burg mit schönem Innenhof, der zum Rasten einlädt)
  • Lutherstadt Wittenberg (Von hier aus wurde die Weltgeschichte verändert)
  • Gartenreich Dessau-Wörlitz (Einfach wunderschön)
  • Dessau-Bauhaus (Interessant hier eine Führung mitzumachen und zu erkennen, was diese Bewegung bis heute bewirkt hat)
  • Tangermünde (Ein schmucker Traum in Backstein)

Subjektive Tipps und Warnungen zu Unterkünften:

Meißen: Altstadt-Herberge (Einfache Unterkunft in altem Gemäuer, sehr zentral, sehr nett und preisgünstig)

Lutherstadt-Wittenberg: Pension Adventgemeinde (Gelegen am Rande der Altstadt mit einem wunderschönen grünen Innenhof, der die Hektik der Stadt abschirmt, moderne, saubere Zimmer zum günstigen Preis mit tollem Frühstück und sehr freundlicher Vermieterin)

Dessau: Pension am Luisium – Wir hatten eine Ferienwohnung, da die Zimmer voll waren. Diese entsprach jedoch überhaupt nicht der beworbenen drei Sterne, gelegen im Souterrain, sehr altertümlich und schlecht ausgestattet. In der Küche röhrte auch noch die Heizungsanlage des Hauses. Bad war über den Gang und musste mit Monteuren, die im Gartenhäuschen hausten, geteilt werden. Der Preis dafür viel zu hoch. Schön war allerdings der sehr gepflegte Garten, der mitbenutzt werden konnte und die Vermieterin war freundlich und sehr kommunikativ.

Pretzien: Cafe Braun (Einfache, saubere und moderne Unterkunft mit einer ganz tollen Gastgeberin, die in allen Belangen hilfreich zur Seite steht und weiß, was Fahrradfahrer brauchen. Auch kann man hier gleich gut essen.)

Magdeburg: Jugendherberge – Warum uns die Jungendherberge zweimal empfohlen wurde, auch von der Tourist-Info, ist uns ein Rätsel. Die Zimmer sind äußerst spartanisch, es riecht überall nach Krankenhaus und die Handtücher waren ziemlich dreckig. Dafür zahlte man den gleichen Preis wie in den vorher angegebenen Unterkünften, Preis-Leistung stimmte hier gar nicht.

Parey- Erlebnisdorf Alte Elbe (Sehr schönes Hotel an einem See gelegen, ideal um hier einige Tage auszuspannen. Nicht ganz so preiswert aber die tollen großen Zimmer mit Panoramafenster und Balkon zum See rechtfertigen den Preis dann wieder. Angegliedert gibt es auch Ferienhäuser zu Land oder auf einem Floß im See. Man kann hier auch gut essen in Restaurant oder Biergarten. Am Wochenende wohl immer Hochzeitsfeiern. Ein Wermutstropfen ist allerdings, dass die Hotelzimmer von außen ganztägig mit Musik beschallt werden und somit die wunderbare Idylle etwas zunichtemachen. Laut Hotelbetreiber ließe sich der Lautsprecher vor dem Hotel nicht von den Lautsprechern des Biergartens abkoppeln.)