Die Elbe - unser Lieblingsfluss
Natur an der Elbe: Auen, Schutzgebiete & Artenvielfalt erleben
Der Elberadweg ist nicht einfach nur ein Flussradweg. Er durchzieht eine Landschaft voll unberührter Natur, Geschichte und Hochkultur.
Als einer der Urströme Europas fasziniert die Elbe die Menschen. Sie hat eine lange historische, kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung. Gemessen an der Größe ihres Einzugsgebietes von 148.300 km² liegt sie in Mitteleuropa an vierter Stelle – hinter der Donau, der Weichsel und dem Rhein.
Dabei sind die Elbufer auch heute noch wesentlich dünner besiedelt als die Ufer vergleichbarer Ströme in Europa. Der Flusslauf selbst ist wesentlich ungezähmter und ursprünglicher. Natur- und Kulturlandschaften von hohem internationalem Wert, vier Nationalparks, mehrere Biosphärenreservate sowie mehrere UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten sind das Vermächtnis, das Fahrradfahrer auf dem Elberadweg erkunden können.
Elbquelle
Die Elbe entspringt im tschechischen Riesengebirge auf rund 1.386 Metern Höhe, oberhalb des Ortes Špindlerův Mlýn. Die symbolische Elbquelle (Pramen Labe) liegt inmitten einer hochgelegenen Moor- und Wiesenlandschaft im Nationalpark Riesengebirge. Hier beginnt der Fluss als klarer Gebirgsbach seine Reise Richtung Nordwesten – zunächst schmal und wild, noch weit entfernt von seiner späteren Weite.
Oberelbe – von der Elbquelle bis Sachsen
Die Oberelbe umfasst den Abschnitt von der Quelle bis kurz nach Meißen in Sachsen. Sie fließt zunächst durch das böhmische Becken, passiert Ústí nad Labem (Aussig) und überquert bei Schmilka die Grenze nach Deutschland. Zwischen Bad Schandau und Dresden durchschneidet sie das spektakuläre Elbsandsteingebirge, ein landschaftlicher Höhepunkt mit Felsen, Tälern und weiten Panoramen.
Mittelelbe – von Sachsen bis Geesthacht
Kurz nach Meißen beginnt die Mittelelbe. Sie zieht sich über Magdeburg, Wittenberge und Lauenburg bis zur einzigen Staustufe der Elbe in Deutschland bei Geesthacht südöstlich von Hamburg. Hier verlangsamt sich der Fluss, die Landschaft öffnet sich: Auen, Deiche, Wiesen und Altarmseen prägen den Stromabschnitt. Große Teile dieser Region gehören zum UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe – einer der letzten naturnahen Stromlandschaften Mitteleuropas.
Unterelbe – von Geesthacht bis Cuxhaven
Die Unterelbe beginnt hinter dem Wehr Geesthacht, wo der Fluss tideabhängig wird. Ab hier wirken Ebbe und Flut bis weit ins Binnenland hinein. Die Elbe durchquert Hamburg, weitet sich zum Mündungsästuar und bildet ein bedeutendes Ökosystem mit Wattflächen, Sandbänken und Salzwiesen.
Mündung der Elbe
Bei Cuxhaven erreicht die Elbe schließlich ihr Ziel – sie öffnet sich in einem breiten Delta in die Nordsee. Hier treffen Süß- und Salzwasser, Binnenland und Küste aufeinander. Die Mündung ist nicht nur landschaftlich beeindruckend, sondern auch Lebensraum für zahlreiche Vogelarten und wichtiger Bestandteil des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer.
Nationalparks am Elberadweg
Der Elberadweg führt durch vier beeindruckende Nationalparks, die den natürlichen Charakter der Elbe auf einzigartige Weise widerspiegeln.
Am Ursprung der Elbe liegt der Nationalpark Riesengebirge (Krkonošský národní park) in Tschechien. Hier entspringt die Elbe zwischen Bergwiesen und Fichtenwäldern – eine Landschaft, in der sich Quellbäche, Moore und seltene Pflanzenarten finden.
Weiter flussabwärts folgt die Böhmische Schweiz, mit bizarren Sandsteinfelsen, tiefen Schluchten und urwüchsigen Wäldern. Gleich danach schließt sich auf deutscher Seite der Nationalpark Sächsische Schweiz an – bekannt für seine spektakulären Felsformationen und weite Ausblicke über das Elbtal.
Ganz im Norden, nahe der Mündung in die Nordsee, erstreckt sich der Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer. Hier formen Ebbe und Flut eine ständig wechselnde Landschaft aus Watt, Prielen und Salzwiesen – Lebensraum für Seevögel, Robben und viele andere Arten.
Diese vier Nationalparks machen den Elberadweg zu einer Reise durch die Naturvielfalt Mitteleuropas – von den Bergen über die Felsenlandschaften bis hin zum Meer.
UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe
Entlang des Elberadwegs öffnet sich eine der faszinierendsten Naturlandschaften Deutschlands: das UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe. Über 400 Kilometer zieht sich das Schutzgebiet durch fünf Bundesländer von Sachsen-Anhalt bis kurz vor Hamburg und bewahrt auf rund 282 000 Hektar eine der letzten naturnahen Stromlandschaften Mitteleuropas.
Weite Elbauen, Auenwälder und dynamische Überschwemmungsflächen prägen das Bild – Lebensraum für Seeadler, Fischotter, Störche, Kraniche und unzählige seltene Pflanzenarten. Hier darf der Fluss noch Fluss sein: Deiche wurden zurückverlegt, damit die Elbe ihren natürlichen Lauf wiederfindet.
Für Radreisende auf dem Elberadweg ist die Flusslandschaft Elbe eine Etappe der besonderen Art. Ruhige Wege, kleine Fähren und Aussichtspunkte machen die Nähe zur Natur spürbar. Besucherzentren, geführte Touren und regionale Gastlichkeit ergänzen das Erlebnis auf nachhaltige Weise.
Wer hier unterwegs ist, erlebt mehr als eine Radstrecke – eine Landschaft, die sich ständig verändert und dabei ihre Ursprünglichkeit bewahrt.
Die fleißigsten Rasenmäher der Welt
Vor allem im Norden werden Sie immer wieder auf Schafherden treffen. Die Tiere halten das Gras kurz und sorgen für eine feste Grasnarbe. Für die Pflege und Erhaltung der Deiche ist dies immens wichtig.
Spielregeln entlang der Elbe